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Das ist meine Geschichte - Die Schwangerschaft

So... da war es also passiert... meine Mutter war nun schwanger mit mir. Was gibt es für ein schöneres Hochzeitsgeschenk und Liebesbeweis? Na eben! Ich war ein richtig braves, Ungeborenes. Ich trat meine Mutter nicht, lag ihr nicht auf der Blase und sorgte nicht für Übelkeit... Ganz im Gegensatz zu ihrer zweiten Schwangerschaft!


Dad hatte jedenfalls seine Freude mit der Schwangerschaft. Ständig erzählte er, was er so alles mit seinem Sohn unternehmen würde. Er würde mit ihm Angeln gehen und er würde später mit ihm Rockkonzerte gehen. Abends, erzählte er mir, also im Bauch, immer die größten Storys. Er konnte ja nicht wissen, dass ich ein Mädchen werden würde! Nun ja... er würde es ja noch früh genug erfahren. Aber Mom war auch ganz Stolz auf ihren Bauch. Trotzdem war es schön, dass sich meine Eltern über mich gefreut haben.

Doch im letzten Teil der Schwangerschaft, war meine Mom ständig müde. Ihr Zucker war ziemlich im Keller und daher, war sie viel im Bett oder auf der Couch gelegen. Dad hat sich extra frei genommen um meine Mutter zu Pflegen wo er nur konnte. Ach wie süß.

Dann hatte meine Mutter den Anruf vom Arzt bekommen... sie wusste nun was es war... ein Mädchen. ICH!

Ich weiß noch, Mom hat ihm, ganz vorsicht, versucht zu erklären, dass kein kleiner Junge unterwegs war, sondern ein kleines Mädchen. Erst war Dad ein wenig sauer, aber das legte sich schnell. Im Grunde war er doch glücklich, dass es mir gut ging. Braver Dad.

Doch plötzlich sprang meine Mutter auf und fing an zu Zappeln. Dad verstand erst gar nichts und konnte die Wörter wie Sprung, Fruchtblase, verdammte scheiße und es geht los, nicht einordnen. Als er dann kapiert hatte, dass die Geburt nun bevor stand, verfiel er total in Hektik. Er schnappte sich die gepackte Tasche und fuhr los ins Krankenhaus. Dann fuhr er noch einmal zurück und nahm meine Mutter schließlich auch noch mit, die er in der Eile einfach im Garten hat stehen lassen.



Die Schmerzen müssen furchtbar gewesen sein und Dad war total geschockt. Er wusste nicht was er tun sollte. Doch irgendwann sprang er auf und wollte meine Mutter unterstützen, auch wenn er nicht wusste wie. Nun, vielleicht hätte er besser da bleiben sollen, wo er war... weit weg von ihr. Denn ihn erwartete keine dankbare Geste, sondern eine Salve mit Flüchen und Morddrohungen. Doch die Krankenschwester beruhigte meinen, total verstörten, Vater und erklärte ihm, dass viele Frauen unter Schmerzen solche Dinge von sich gaben. Dad meinte auch ganz verwirrt zur Schwester, dass er gar keine Pistole hätte, mit der er sich ins Eck stellen und spielen könnte... sie klopfte ihm auf die Schulter und meinte er solle sich auf das Baby freuen. Und das tat er dann auch.